Farbenlehre, Farbe, Wirkung, Atmosphäre, Wirkung

Gestalte dein Zuhause: Einführung zum Wohnen mit Farbe

Der Wohnraum und seine Farben sind ein extrem spezielles Thema. Männer sind mit weiß, vergilbt und „interessiert mich nicht“ zufrieden, und Frauen können sich nie entscheiden. Stimmt so nicht? In unserer neuen Reihe wollen wir all diejenigen aufklären, die nicht Tine Wittler heißen, aber trotzdem die ein oder andere Umgestaltung vorhaben.


Da alle gerne mit Theorie anfangen, gehen wir in unserem ersten Beitrag auf eine der wichtigsten Grundlagen in der Raumgestaltung ein:

Farben

Farben sind mit unseren Gefühlen verbunden. Dies hat mit der allgemein bekannten Farbsymbolik (Rot=Liebe, Grün=Hoffnung) und persönlichen Erinnerungen (der gemütliche, blaue Pullover, den Opa immer anhatte) zu tun. Jeder Mensch hat im Laufe der Zeit seine Lieblingsfarben für sich entdeckt. Die Einrichtung seiner Wohnung sollte diese widerspiegeln, denn Farben sagen etwas über unseren Charakter und unsere Geschichte aus. Weiß man über seine Lieblingsfarbe Bescheid, dann gilt es, diese einzuordnen und zu kombinieren. Denn wir wollen Euch hier nicht dazu animieren, Eure gesamte Wohnung in „Hot Pink“ zu tauchen. Dazu erkären wir Euch den Unterschied zwischen kühlen und warmen Farben, sowie hellen und dunklen. Ist dies grob eingeordnet, gibt es einige Regeln, die Euch zeigen, wie viel „Hot Pink“ Ihr verwenden dürft.

Kühle und warme Farben

 

Farbkreis, Inneneinrichtung, Farbenlehre

Alle Profis arbeiten mit Farbkreisen, denn diese zeigen uns schnell und einfach wichtige Zuordnungen und Zusammenhänge von unterschiedlichen Farben. Wenn Ihr den Farbkreis zunächst vertikal in der Mitte teilt, findet Ihr auf der linken Seite die kühlen Farben und auf der rechten Seite die warmen Farben.

Die kühlen Farben von Limettengelb bis Indigo drücken Distanz und Passivität aus. Dies kann zum einen beruhigend und entspannend wirken, zum anderen auch kühlend und erfrischend. Sie eignen sich beispielsweise sehr gut für das Schlafzimmer.

Die warmen Farben von Zitronengelb bis Violett strahlen hingegen eine warme Geborgenheit und Nähe aus. Da sie aktivieren und anregen, sind solche warmen Farben gut geeignet für Gemeinschaftsräume wie das Wohn- oder Esszimmer.

Helle und dunkle Farben

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Wenn wir das Farbrad nun stattdessen horizontal teilen, finden wir in der oberen Hälfte die hellen und leichten Farben, während wir in der unteren Hälfte die dunklen Farben sehen können.

Die Farben, die sich in der oberen Hälfte von Hellblau bis zu Orange erstrecken, sind freundlich und zart. Diese Farben können sich besonders für die optische Vergrößerung von kleineren Räumen eignen. Sie eignen sich aber auch, um große Wandflächen farblich einzutauchen.

Das dunkle Pendant von Blau über Violett zu Rot-Orange hingegen kann auf der einen Seite düster und kleiner/enger wirken, sogleich aber auch umschließend und gemütlich. Diese Farben eignen sich am besten, um Akzente zu setzen oder kleinere Flächen (wie Vorsprünge und ähnliches) in den Vordergrund zu rücken.


Nun wisst Ihr, in welche Kategorie Eure Lieblingsfarbe fällt. Mit dem Überblick über die Grundlagentheorie können wir nun in den nächsten Beiträgen näher darauf eingehen, welche Farbkombinationen welche Wirkung haben können, welche Farben für welche Zimmer geeignet sind, und wie verschiedene Einrichtungsstile durch bestimmte Farben ihre Atmosphäre erhalten. Wir hoffen, Ihr seid gespannt auf die „praktische Version“ der Theorie und habt schon die ersten Ideen für eine Umsetzung in Euren eigenen vier Wänden. Lasst es uns in einem Kommentar wissen.