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Hoax-Fotos – gruselige, interessante Bilder, die nicht real sind

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Der 1. April ist sicherlich kein Tag, an dem wir uns im Geiste mit überwältigenden, ernsten Gedanken beschäftigten. Wir sind darauf gefasst, ständig hinters Licht geführt und zum Narren gehalten zu werden, während der virtuelle Raum überfüllt ist mit meistens noch plausiblen, oft aber nicht mehr glaubwürdigen, ja sogar völlig übertriebenen Falschmeldungen mit sensationellen Bildern, die den Gesamteindruck unterstreichen. Wenn wir die Gelegenheit haben, achten wir vor allem auf letztere und betrachten die krassen und schamlos bearbeiteten Hoax-Fotos um uns herum. Die Fälschungen schämen sich nicht einmal, solche zu sein.

Der Fall Billy Meier

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Quelle: www.semjase.net

Billy Meier. Merke dir den Namen von diesem Typen, denn es gibt vermutlich niemanden, der so zum UFO-Fotoarchiv beigetragen hat und dies derartig exponenziell bereichert hat wie er, während er gleichzeitig alle Reste seiner Glaubwürdigkeit zerstört hat. Als unbestreitbarer UFO-Enthusiast verfügt Meier anscheinend über zahlreiche kreative Techniken, wie die Verwendung von Ausschnitten, doppelten Belichtungen und maßstäblichen Modellen, um seine kultigen Science-Fiction-Bilder der 50er Jahre hinzubekommen, auf denen fliegende Untertassen über ländliche Gebiete der Schweiz schweben. Dabei handelt es sich um die authentischeren Fotos aus seinem Werk. Egal, er hat die Geschichte geprägt, da seitdem jedes schlechte UFO-Foto, das angeblich die Wirklichkeit darstellt, mit dem Titel „Ein typischer Fall von Billy Meier” versehen wird. Da ist etwas seltsam : Hoax Fotos

Dieses wirklich gruselige Foto findet sich auf jeder Geister-Website

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Quelle: www.historicmysteries.com

Geisterjagd ist eine eher zwielichtige Wissenschaft. Obwohl es zweifellos faszinierend ist, dieser zu frönen und dabei dementsprechend faszinierende Fotos zu produzieren, sind diese doch in der Mehrheit, um es vorsichtig auszudrücken, weit davon entfernt, authentisch zu sein…  Du wärst wirklich überrascht, wie viele der Dinge, aus denen unsere Albträume angeblich gemacht sind, nur unabsichtliche Überlappungen von Rändern, Langzeitbelichtungen mit Fotografen, die selbst in das Bild hinein- und herauslaufen, oder sichtbare Manifestationen eines abgelaufenen Films sind. Dieses spezielle Beispiel, das unbestreitbar gruselig ist, ist ein klarer Fall einer Doppelbelichtung. Dies hat allerdings die Popularität des Bildes nicht geschädigt, das als angeblich „seriöses Geisterfoto” in unzähligen Verzeichnissen und YouTube-Videos sowie in einigen drittklassigen Ausgaben zum Thema paranormale Literatur verwendet wurde. Was auch immer funktioniert.

Der schwebende Tintenfisch von Fukushima

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Quelle: http://news.nationalgeographic.com

Als neuerer Fall eines Fotobetrugs wurde dieses Bild tatsächlich benutzt, um einen Artikel satirischer Natur zu illustrieren. Jedoch gingen die Leute, die verantwortlich für die Popularisierung dieses Bildes in den Sozialen Medien waren, über diese Nuance hinweg. Der angebliche Fall von Strahlung, der zu Gigantismus führte, ist eigentlich das Bild eines unglücklichen Tintenfischs, der im Oktober 2013 in Spanien an Land gespült wurde. Unabhängig davon war dieser Tintenfisch tatsächlich ein überdurchschnittlich großes Exemplar, allerdings keineswegs so groß wie auf diesem Foto angezeigt. Wenn du genau hinschaust, siehst du vielleicht einige Ausgaben mit Schattierungen, sodass es so aussieht, als schwebe der Tintenfisch.

Die schöne Szene des gefrorenen venezianischen Kanals

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Quelle: http://mymodernmet.tumblr.com

Anerkennung gebührt Robert Johns, der dieses aus der Silhouette Venedigs und der eisigen Oberfläche des Baikalsees montierte Bild geschaffen hat. Ursprünglich als eine Art Kunstwerk gedacht, ist dieses Bild, obwohl es überhaupt nicht authentisch ist, eigentlich ein recht ordentliches Beispiel für Fotobearbeitungskenntnisse ohne irgendwelche schlimmen Absichten dahinter. Hier beginnt ein Muster, sich zu offenbaren. Ein Hoax-Foto entsteht erst, wenn die Menschen es als solches erkennen. Dies ist nur eines der zahlreichen Beispiele, wo ein Autor ein Bild mit einer ganz anderen Motivation kreiert (sei es eine Satire oder digitale Kunst), aber da das Bild gratis durch das Web wandert, verliert es seine ursprüngliche Bedeutung in Tausenden von Nebenschauplätzen. Grundsätzlich, sobald du etwas loslässt, ist es außer Kontrolle.

Dieses verflixte Tsunami-Foto – so alt wie das Ereignis selbst

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Quelle: all-that-is-interesting.com

Im Gegensatz zu den vorherigen vier Einträgen täuschte dieses virale Foto zumindest am Anfang niemanden. Erstens war es ein ziemlich schamloser und abstoßender Versuch, Internet-Ruhm zu bekommen, indem Kapital geschlagen wurde aus einer der schlimmsten Naturkatastrophen der Neuzeit (Tsunami 2004 am 2. Weihnachtstag). Zweitens ist es eine Darstellung von außergewöhnlich glanzlosen Photoshop-Kenntnissen und schließlich – so sehen Tsunami-Wellen einfach nicht aus! Es sind Fake-Fotos wie diese, die den Mythos der herannahenden, über 30 m hohen Wasserwand zu verbreiten, während in Wirklichkeit die Destruktivität dieser wirklich schrecklichen Naturereignisse aus der Geschwindigkeit und nicht aus der Höhe der Welle resultiert. Normalerweise wird die Welle nicht höher als 3 Meter (natürlich gibt es einige wirklich faszinierende Ausnahmen) und sie brechen nicht wie die hier abgebildete Flutwelle. Der Gesamtwert der Produktion liegt auch innerhalb der Mockbuster des Studios „The Asylum“.

Frame 352

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Quelle: www.relativelyinteresting.com

Es gibt noch immer recht viele Menschen, bei denen dies etwas auslösen könnte. Ob der berühmte Frame 352 aus dem Patterson-Gimlin-Film einen echten Bigfoot zeigt, der durch den Bluff Creek tollt, steht noch zur Debatte. Bisher ist dies das einzige Foto auf der Liste, das das Publikum noch in zwei Lager spaltet, und es wurde nicht schlüssig bewiesen, dass es Hoax ist. Jedoch ist alles, was an die nächsten Generationen als unwiderlegbarer Beweis für die Existenz der Kreatur weitegegeben werden kann, diese menschenähnliche Gestalt in all ihrer körnigen Pracht; also ist es zumindest aufrichtig, diese einem gewissen Maß an Kritik zu unterziehen. Es gibt viele Fakten, die definitiv nicht dafür sprechen, dass dieses Wesen wirklich real ist. Erstens wurde die Kreatur seit dieser Aufnahme nicht mehr gesehen oder dokumentiert (mit Ausnahme von Unmengen schemenhafter YouTube-Videos). Die Autoren (Patterson und Gimlin) gingen mit der Absicht in den Six Rivers National Forest entweder auf Basis eines unglaublich günstigen Zufalls einen Dokumentarfilm über Bigfoot zu machen oder einfach eine offensichtliche Fälschung zu schaffen. Auch wenn das Erscheinungsbild der Gestalt darauf hindeutete, dass die Kreatur einfach geht und auch locker handelt. Dennoch bereitet dies immer noch Kopfzerbrechen.

Die aufwendige Nessie-Falschmeldung von 1934

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Quelle: hoaxes.org

Ein weiteres, fast volkstümliches Monster mit prähistorischen Ursprung und Tausenden von Beweisfotos, darunter ein paar wirkliche Klassiker. Allerdings möchten wir nicht das klassische Robert-Wilson-Bild von 1934 überprüfen, welches übrigens auch ein weltbekanntes Hoax-Foto ist. Stattdessen konzentrieren wir uns auf eine komplette Fotoreportage aus demselben Jahr, weil diese im Gedenken an den 1. April gedacht war. Nun sind aufwendige Fälschungen nichts, das nur in den modernen Zeiten richtig abgeht. Diese wurde von der „Berliner Illustrierte Zeitung” initiiert. In dieser Geschichte wird berichtet, dass die örtlichen Jäger für mehrere Monate in einem Versteck waren, bis sie schließlich Nessie einfingen, als diese einen äußerst seltenen Besuch an der Küste machte. Ohne zu zögern, fingen sie das arme Tier in Fischernetzen und transportierten es zu einem Flugzeughangar in Edinburgh. Dieser Aufwand allein lässt dies unglaublich erscheinen, ungeachtet dessen sieht die Kreatur so überzeugend aus wie King Kong in seiner Inkarnation von 1933.

Sandiger Betrug

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Quelle: mashable.com

Cottingley-Feen? Haie besetzen die Straßen nach dem Hurrikan Katrina. Oder dasjenige, auf dem ein Matrose von einem Hai angegriffen wird, als er wieder in den militärischen Hubschrauber klettert? Oder noch besser: der Roswell-Grey auf dem Seziertisch? Nö, Letzteres ist der berüchtigte Mischmasch von Hurrikan Sandy und der Freiheitsstatue. Zuerst kommt dies zustande, wenn es aufgrund eigener Verdienste glaubhaft ist. Zweitens ist es ein weiterer, eher oberflächlicher Versuch, Kapital aus einer großen Naturkatastrophe zu schlagen. Drittens? Noch einmal – Fotos wie diese erwecken einen falschen Eindruck davon, wie bestimmte Naturereignisse tatsächlich aussehen. Die sorgfältig eingefügte Gewitterwolkenbildung ist ein klassisches Beispiel für ein Superzellengewitter, aus dem im schlimmsten Fall in der Tat ein Tornado entstehen kann. Jedoch sehen Hurrikane nicht einmal aus der Ferne so aus. Lege dich nicht mit der Wahrnehmung der Menschen an!

Während es buchstäblich Tausende von Fotofälschungen im Umlauf des globalen Netzwerks gibt, waren dies einige der bekannteren, interessanten, dauerhaften und irgendwie irritierenden. Dennoch wird aus dem Schwachsinn, der in einigen dieser Fotos vorgestellt wird, eine fast postmoderne Kunstform. Wirf einfach alle Verschwörungstheorien in ein einziges Foto und du bekommst eine druckbare Satire zu den Mythen und Fiktionen, die du im kollektiven Unbewussten des 21. Jahrhunderts finden kannst!

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