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Gestalte dein Zuhause: Räume und Farben

In unserem Beitrag „Gestalte dein Zuhause: Einführung zum Wohnen mit Farbe“ haben wir über die verschiedenen Zuordnungsmöglichkeiten von F13arben und unser Empfinden dabei gesprochen. Nun sollen diese Kenntnisse angewandt werden. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte es tun, bevor wir darüber reden, in welche Räume helle, dunkle, kühle und warme Farben am besten passen. Nach diesem Beitrag solltet ihr wissen, welche Farbgruppen sich für welches Zimmer eignen und welche eher nicht.

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Farben beeinflussen nicht nur unsere räumliche Vorstellung, sondern auch die subjektive Gefühlswahrnehmung. Untersuchungen haben ergeben, dass die Farbe Blau appetithemmend wirkt, weswegen Ernährungsexperten bei Diäten dazu raten, die Leibspeise auf einem blauen Teller zu servieren. Ihr seht: Farben sind nicht einfach nur irgendeine Nebensache in unserem Leben.

    „Farben kommunizieren mit uns!“

Wohnzimmer

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Betrachten wir zunächst das Zentrum einer jeden Wohnung, den Raum, in dem wir die meiste Zeit verbringen. Er dient zum Fernsehen, lesen und Seele baumeln lassen, aber auch, um Familienmitglieder oder Mitbewohner zusammenzubringen und die Kommunikation zu fördern.

Es war bei Lagerfeuer und untergehender Sonne, als sich unsere Vorfahren zusammensetzten und Geschichten erzählten. Diese Farben (Rot, Orange, Gelb, Grün und Beige) sind uns geblieben und damit fürs Wohnzimmer gut geeignet. Kalte Farben hingegen wirken kommunikationshemmend und einschläfernd, genau das Gegenteil, wozu man ein Wohnzimmer nutzen sollte.

Das Zentrum soll mit seiner Einrichtung und den Zimmerdekorationen ein Spiegelbild der persönlichen Lebensgeschichte darstellen. Verschiedene Persönlichkeiten vereinen sich in so einem Raum und müssen sich ausdrücken können. Daher wäre es von Vorteil, wenn man bei der Einrichtung auf eine ausgeglichene Harmonie zwischen Dekoration und Farbe achtet. Ein dominantes Rot, das alle vier Wände ziert, wird Bilder, Leinwände, Pokale und andere Erinnerungsstücke durch seine Präsenz erdrücken. Jedoch kann eine Akzentuierung durch Farben die persönlichen Schätze wunderbar in den Vordergrund rücken.

Esszimmer und Küche

Farben, Küche, Esszimmer, Essbereich, Appetit, Auch die Küche ist ein Ort der Zusammenkunft. Beim gemeinsamen Essen mit Familie und Freunden ist es, wie beim Wohnzimmer, von Vorteil, warme und helle Farbtöne zu verwenden. Diese regen den Appetit an und fördern die Kommunikation.  Blau und Grau wirken hingegen als Kommunikationsbremse und zügeln den Appetit. Ganz zu schweigen von der kühlen Atmosphäre, die diese Farben verbeiten.

Arbeitsbereich

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Für den Arbeitsbereich ist es wünschenswert, dass er Konzentration und Kreativität fördert. Deswegen sind zarte Farbnuancen gewünscht, wobei kühle Farben einschläfernd wirken können. Jedoch ist jeder Mensch anders. Einige sind in ruhigen, wenig stimulierenden Umgebungen produktiver und andere brauchen das volle Leben um sich herum. Daher ist hier individuell zu entscheiden: Wie arbeitest du am besten?

Da aber nicht jede Wohnung die räumlichen Möglichkeiten für ein eigenes Arbeitszimmer bieten, ist es wichtig, den Arbeitsbereich nicht nur aufgrund von Platzmöglichkeiten einzurichten, sondern auch nach farblichen Einflüssen. Wenn du dich am besten an einem ruhigen Ort konzentrieren kannst, dann kann dein Schreibtisch mit ins Schlafzimmer ziehen. Arbeitest du hingegen lieber bei leichter Ablenkung und kriegst bei zu viel Stille die Krise, dann solltest du deinen Arbeitsbereich am besten im Wohnzimmer einplanen.

Schlafzimmer

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Die in wohngemeinschaftlichen Räumen verschriene Farbe Blau ist perfekt geeignet, um uns auf Ruhe und einen erholsamen Schlaf einzustimmen. Daher ist Blau in all seinen Variationen, so wie andere kühle Farben, für das Schlafzimmer reserviert. Die aktivierenden, warmen Farben sind zu aufregend für das Reich der Träume und sollten daher nicht verwendet werden.

Kinderzimmer

Farben, Farbkreis, Kinderzimmer, Kinder, Dieses Zimmer hat besonders viele Aufgaben und Facetten abzudecken. Kinder wollen zum Lernen motiviert werden. Ihr Zimmer soll ihnen helfen, spielerisch die Welt zu entdecken. Doch gleichzeitig wollen die Eltern eine ruhige Nacht verbringen, ohne dass das Kind aufrecht im Bett steht, weil es noch voller Tatendrang ist.

Das kann mit eindeutigen Farben für jeden einzelnen Bereich gelöst werden, oder man wählt einen zarten Pastellton, der die verschiedenen Aspekte abdeckt. Doch egal welche Mühe man sich mit den Farben auch gibt, die vielen Spielzeuge und Bücher werden das Zimmer sehr schnell in einen kunterbunten Ort verwandeln.

Eins ist im Kinderzimmer ganz wichtig: Rote Farbe kann in Maßen anregen, zu viel Rot kann sich aber negativ auf die kindliche Entwicklung auswirken und Aggression fördern.

Wandfarben und der Raum

Bevor ihr die gewünschten Farben an die Wand bringt, solltet ihr das Zimmer auf seine Beschaffenheit untersuchen. Welche Lage hat das Zimmer, wie groß ist es, und was sind die natürlichen/künstlichen Lichtquellen. Es ist nicht unwichtig, weil ihr mit Farbnuancen spielen müsst, um das beste Ergebnis zu erreichen. Farbnuancen sind Farbabstufungen, und ihr seht sie in dem Farbkreis, den wir im Beitrag „Gestalte dein Zuhause: Einführung zum Wohnen mit Farbe“ gezeigt haben.

Farben können einen Raum optisch öffnen oder verkleinern. Durch die Lage und das einfallende Licht eines Raumes kann sich die Wandfarbe in ihrer Wirkung verändern. Durchschnittlichen Räumem kann das gewisse Etwas verliehen werden, indem eine Wand in einer ausdrucksstarken Farbe gestrichen wird. Altbauwohnungen mit hohen Decken und Stuck sollten hingegen in Pastell gehalten werden oder nur kleine Flächen mit ausdrucksstarken Farben verwenden. Alles andere würde durch die schiere Größe zu dominant wirken.

Gerade bei Altbauwohnungen muss man sich nicht immer dafür entscheiden, eine Wand farblich einzutauchen. Weiß ist für viele immer noch eine sehr gute Alternative. Gerade entscheidungs-unfreudige Menschen, oder die, die sich schnell an einer Farbe satt sehen, können mit Hilfe von Einrichtung und Dekoration gute Ergebnisse erzielen. Weiße bis creme-/beige-farbige Wände lassen die Wunschfarbe durch Akzente wirken – Möbelstücke, Überwürfe, Bilder auf Leinwänden, eingerahmte Fotos, Kerzen oder besondere Lieblingsstücke. Diese wirken auf ihre ganz eigene Art und können neben ihrer farblichen Wirkung auch die persönlichen Vorlieben und Interessen ausdrücken.

Das Beste: Man kann sie schneller durch eine andere Farbfamilie austauschen und ist nicht immer an dieselbe Farbe gebunden! Herbst- und Frühlings-Look gefällig?

Fazit

Nun wisst ihr, welche Atmosphäre unterschiedliche Farben ausstrahlen und in welchen Räumen diese am besten einzusetzen sind. Natürlich ist Farbe auch ein subjektives Empfinden. Deswegen gilt, dass ihr euch in erster Linie wohlfühlt. Wir sind uns sicher, mit diesen Informationen gewappnet, werden euch einige Entscheidungen leichter fallen.

Im nächstem Beitrag unserer Serie „Gestalte dein Zuhause“ werden wir auf die verschiedenen Einrichtungsstile und die idealen Farben eingehen.
Habt ihr eure Wohnung schon mal stilorientiert eingerichet? Welche Stile gefallen euch da am besten? Vielleicht Maritim, Shabby Chic oder doch Skandinavisch?