7 tolle Tipps für bessere Smartphone-Fotos

Smartphones sind die neuen Alleskönner! Qualitativ hochwertige Bilder mit innovativen Features machen es interessant für die Massen und zeigen vielen den Spaß am Knipsen auf. Mit Communities wie Instagram und co. entstehen immer mehr Plattformen ausschließlich für diese Art der Fotografie. Doch nur weil die Qualität gut geworden ist, heißt das noch lange nicht, dass preisverdächtige Fotos von alleine entstehen. Hier sind ein paar simple Tipps, die eure Smartphone-Fotos verbessern können.

1. Smartphone still halten!

Verwackelte Bilder sind wohl der Frustfaktor Nummer Eins für Smartphone-Fotografen. Auf dem kleinen Bildschirm sehen sie noch knackscharf aus, doch reingezoomt wird die Verwacklung schnell sichtbar. Das ist nichts fürs schwache Fotografenherz.

Wenn ihr nicht gerade bei strahlendem Sonnenschein fotografiert, solltet ihr versuchen die Kamera zu stabilisieren. Dafür gibt es einige Tricks: Sucht eine Mauer, Laterne oder andere Möglichkeiten euren Körper oder Hände zu stabilisieren. Wenn nichts in Reichweite ist, dann haltet das Smartphone mit beiden Händen und stemmt eure Ellenbogen gegen euren Oberkörper. Wenn ihr das zur Perfektion treiben wollt, dann atmet noch tief ein und haltet die Luft an bevor ihr den Auslöser drückt. Diese Technik haben sich Fotografen von Scharfschützen abgeschaut. Und wer will nicht coole Scharfschützen-Tricks anwenden?

2. Kenne dein Licht

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Behalte die Richtung deiner Lichtquelle im Auge. Du willst vermeiden, dass dein Motiv von hinten beleuchtet wird und im Schatten verschwindet. Wenn du Menschen fotografierst, versuch ihr Gesicht ins Licht zu drehen. In dunklen Räumen, solltest du und dein Model in der Nähe von Lampen oder Fenstern fotografieren. Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung sollten aber vermieden werden. Sonst bekommt dein Model harte Schatten im Gesicht. Ein wenig mehr über Licht kannst du im Beitrag ” 5 wichtige Anfänger-Tipps für Fotografie-Einsteiger” erfahren.

3. Wann soll ich die HDR-Einstellung benutzen?

In der Fotoindustrie ist “HDR” (High Dynamic Range) seit ein paar Jahren das Modewort. Mit der Digitalisierung von Bildern entwickelte sich eine Technik, mit der man unterschiedliche Helligkeiten in einem Bild speichern kann. Dafür werden mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen geschossen und zusammengerechnet. Das Ergebnis – wenn sinnvoll eingesetzt – sind mehr Details in den hellen und dunklen Bereichen eures Bildes zu sehen.

Eine gute Faustregel um HDR einzusetzen ist, wenn ihr eine kontrastreiche Szene vor euch habt – starkes Sonnenlicht und dunkle Schatten sind so ein Beispiel. Es wird euch helfen, Details in den überbelichteten Bereichen zu behalten. Jedoch ist es nicht ratsam HDR die ganze Zeit anzulassen. Objekte, die sich bewegen, können mehrmals im Bild dargestellt werden und machen so euer Bild kaputt.

4. Details sind wichtig

Mit Smartphones sollte man in der Regel nicht zoomen, sondern seine Füße benutzen. Sollte das nicht funktionieren, dann empfehlen wir später am Computer euer Motiv zurecht zu schneiden. Euer Smartphone macht auch nichts anderes – dafür wesentlich schlechter. Richtig interessant wird es mit den kleinen Kisten erst wenn die Füße einen nicht weiterbringen. Sie können so richtig glänzen, wenn man sehr nah herangeht an sein Motiv (Makrofotografie). Mit ihrem kleinen Sensor haben sie eine hohe Schärfentiefe und sind Kameras mit größeren Sensoren und Objektiven überlegen.

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Außer einer guten Schärfe gibt es auch noch andere Vorteile:
Ihr könnt eure Belichtung besser kontrollieren. Große, helle Stellen im Hintergrund verwirren den Belichtungsmesser der Handys gerne  und führen zu dunklen Motiven. Indem ihr näher ran geht, könnt ihr den Hintergrund ausblenden und so eure Belichtung besser steuern. Diese Detailaufnahmen sind sehr gut dafür geeignet um eure Geschichten in einer Bilderstrecke zu erzählen.

5. Kontrolliere deine Belichtung

Nicht nur verwackelte Bilder schreien nach Smartphone-Foto, auch überbelichtete Bereiche geben sehr schnell preis womit das Bild gemacht wurde. Das muss aber nicht so sein. Im letzten Tipp haben wir euch schon eine Möglichkeit gezeigt, indem ihr den Bildausschnitt eingrenzt und näher an euer Modell heran geht. Wenn man den Bildausschnitt jedoch nicht verändern will, sollte man wissen wie man die Belichtung des Smartphones steuern kann. Neuere Modelle geben einem die Möglichkeit Belichtung und Schärfe zu trennen. Dazu müsst ihr Auto Fokus (AF) und Auto Belichtung (AE) voneinander trennen. Ob und wie das bei eurem Handymodell funktioniert findet ihr in eurer Gebrauchsanweisung.

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Solltet ihr mal erkennen, dass euer Bild heller angezeigt wird als gewünscht, berührt den Bildschirm an einem der hellsten Bereiche bis das Bild eine stimmige Belichtung bekommt. Im oberen Bild musste auch erst auf den Himmel getippt werden, um ihn richtig zu belichten.

6. Schalt den Blitz aus

Das Problem mit dem Smartphone-Blitz ist, dass er eigentlich kein Blitz ist. Er ist eine Taschenlampe im Miniaturformat. Richtige Blitze frieren durch ihre kurze Abbrennzeit Bewegungen ein. Smartphone-Blitze sind meist einfach nur eine LED, die kurz aufleuchtet, aber die Bewegung nicht einfriert. Somit verschwimmt euer Bild und wird unscharf. Außerdem sitzen die LEDs zu nah am Objektiv und erzeugt bei Porträts rote Augen.

Was soll man also sonst in dunkler Umgebung machen? Leider ist die Sensortechnik bei den kleinen Dingern noch nicht so weit ausgereift, dass man bei dunkler Umgebung wirklich gute Bilder machen kann. Da hilft es einem nur die nächstbeste Lichtquelle anzusteuern. In einer Bar könnte es Neonschilder oder Spielautomaten sein. Bei einem Konzert wartet man darauf, dass der Drehscheinwerfer das Motiv erleuchtet. Es wird nicht das schmeichelhafteste Licht sein, aber es kann interessante Ergebnisse erzeugen und dafür ist die Fotografie ja gedacht: Experimentieren und kreativ sein.

7. Nachbearbeitung ist dein Freund

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Hör nicht auf die Leute, die sagen: “Früher wurde nicht alles mit Photoshop nachbearbeitet.” Es gab zwar kein Photoshop in der analogen Fotografie, aber nachbearbeitet wurde in Fotolaboren immer. Helligkeit, Farben und Kontraste wurden seit jeher verändert. Deswegen ist es auch vollkommen in Ordnung es in der digitalen Zeit zu benutzen. Ihr habt hier die Auswahl zwischen zwei Bearbeitungsformen. Apps, die einfach einen Filter über dein Bild legen und Apps, die dich am Bild selbst arbeiten lassen. Beide sind ok und können angewendet werden. Ich empfehle für die schnelle Bearbeitung Instagram. Wer sich mehr mit seinem Bild beschäftigen möchte kann Snapseed und VSCOCam probieren. Es gibt jedoch eine Menge an Apps, die einen guten Job machen. Hier heißt es ausprobieren und nehmen was gefällt.

Wir hoffen ihr konntet was lernen und werdet einige Tipps in Zukunft umsetzen. Wenn ihr weitere Tipps zur Fotografie haben wollt, die euch auch nicht nur bei euren Smartphone Fotos weiterhelfen können, dann schaut euch diesen Beitrag an.

6 grundlegende Farbkonzepte für bessere Fotos