mach dein eigenes pop-art-foto

Mach dein eigenes Pop-Art-Foto

Es gibt Dinge, die kommen nie außer Mode. Etwas, das einem dabei zuerst einfällt, ist, Objekten einen Warhol’schen Stempel zu verpassen. Den Kitsch zu feiern, explosive und synthetische Farben, Star-Kult und alles was die fantastisch oberflächliche Kunstszene New Yorks der 1960er Jahre auszeichnet, ist seit Jahrzehnten eine „angesagte Sache“ geblieben. Du hast bestimmt ein Foto, das sich hervorragend für eine Neugestaltung auf Andys Art eignet. Hier zeigen wir dir ein paar einfache Möglichkeiten, ein Pop-Art-Foto aus einem normalen Bild zu machen!

Ein Pop-Art-Foto mit Computer-Apps machen

Ein pop-art-foto mit computer apps machen.

Bildquelle: www.skillshare.com

Alles klar, das klingt nach einer einfachen Lösung. Aber es geht um mehr, als nur mit dem ausgewählten Foto und der Standard-Farbpalette herumzuspielen. Einige Programme sind sehr nutzerfreundlich und erzeugen wirklich tolle, authentische Ergebnisse, während andere deine Fotos in billige Pop-Art-Parodien verwandeln. Unten findest du einige der besten Programme, die den richtigen Marylin-Diptych-Effekt hinbekommen!

1.PicMonkey

Ein pop-art-foto mit computer apps machen. Picmonkey.

Bildquelle: www.justatouchofcrazy.com

PicMonkey ist seit seinem Erscheinen ein bekanntes Tool in der Fotoszene. Es ist ein unglaublich einfach zu benutzendes, aber nützliches Online-Bildbearbeitungs-Tool. Neben den vielen verfügbaren Werkzeugen und Effekten ist es auch eine gute Möglichkeit, deine Fotos in echte Pop-Art-Kunstwerke zu verwandeln.

Ein pop-art-foto mit computer apps machen. Picmonkey.

Bildquelle: www.youtube.com

  • Du kannst entweder eine cool aussehende 3×3-Pop-Art-Collage erstellen, indem du neun Bilder einfügst (im Grunde genommen dasselbe Bild neunmal) und einen Spezialeffekt benutzt, der tatsächlich „Warhol“ heißt, oder du kannst einen etwas anspruchsvolleren Ansatz wählen, mit dem dein Foto wie ein echter Siebdruck aussehen wird!
  • Im zweiten Fall musst du einfach dein Bild mit dem „Daguerreotype“-Effekt konvertieren. Übrig bleiben dann noch ein paar Anpassungen an „Schatten und Licht“ und die Anwendung des „Skizzen“-Effekts. Spiele mit dem Überblenden-Slider, um einen hohen aber vernünftigen Kontrast zu erreichen.
  • Anschließend erstellst du deine eigene leere Arbeitsfläche, indem du die „Design“-Option wählst. Jetzt musst du nur noch dein eigenes Overlay auswählen: Das ist das Bild, dass du zuvor erstellt hast. Stelle den Blendenmodus auf „Multiplizieren“ und nun kannst du die weißen Teile einfärben, wenn du möchtest. Dann male einfach den Hintergrund mit dem „Zeichen“-Tool und füge die „Papyrus“-Textur hinzu. Herzlichen Glückwunsch, du hast dein eigenes Pop-Art-Meisterwerk!

2.Photoshop

Ein pop-art-foto mit computer apps machen. Photoshop.

Bildquelle: 1080plus.com

Auch wenn ein Profi jede von Warhols chrestomathischen Kreationen replizieren könnte, ist es doch auch denjenigen möglich, ein Pop-Art-Replikat zu erstellen, die Photoshop nur so gut kennen wie Morsecode. Was du machen musst, ist ganz einfach:

  • Wähle das gewünschte Bild aus und beschneide es etwas, falls notwendig
  • Erstelle ein neues Dokument mit den gleichen Maßen wie das gerade beschnittene Bild. Füge das Bild in dieses Dokument ein
  • Verwende das „Zauberstab”-Werkzeug, um den Hintergrund zu entfernen (Wähle den Hintergrund aus und klicke den „Löschen“-Button). Korrigiere die übrigen Ränder mit dem „Radiergummi“-Werkzeug
  • Gehe zu Bild; Korrekturen; Schwellenwert. Passe den Schwellenwert an, um einen monochromatischen Effekt zu erhalten; so gibst du dem Bild einen Zeichen-Effekt
  • Fülle mit dem „Farbeimer“ den Hintergrund in der von dir gewünschten Farbe
  • Nun verwende das „Farbeimer“-Werkzeug, um dein Portrait einzufärben. Hierzu musst du Teile des Bildes auswählen (die, die du in anderen Farbtönen einfärben möchtest) und sie in eine neue Ebene kopieren und einfügen
  • Probiere verschiedene Farbkombinationen aus. Das Ergebnis kannst du in einer Collage zusammenfügen, was du aber auch in PicMonkey machen kannst

Ein pop-art-foto mit computer apps machen. Photoshop.

Bildquelle: www.youtube.com

Tipp: Meide alle diese „Warhol-Effekt“-Generatoren, die es online gibt. Was die meisten von ihnen machen, ist, ehrlich gesagt, einfach dein Foto monochromatisch zu machen und eine einfarbige Ebene daraufzulegen oder sie machen aus deinem Foto einen „Gummi-Mann“ wie im mittleren Beispiel. Was du erhältst wird im Grunde wie folgt aussehen:

Ein pop-art-foto mit computer apps machen. Schlechte Beispiele

Manueller Siebdruck

Dieser Ansatz könnte sich als deutlich interessanterer herausstellen und dich wie ein tatsächlicher Künstler in seinem „Atelier“ fühlen lassen. Noch dazu ist es nicht nur ein Vergnügen für Millionäre: Die ganze Prozedur ist eine wirklich günstige Art, einen Pop-Art-Foto-Look zu bekommen!

Mach dein eigenes pop-art-foto. Notwendige utensilien.

Notwendige Utensilien:

  • Du kannst diese Rahmen im nächstgelegenen Schreibwarenladen kaufen, einfach alte Rahmen verwenden oder sogar deinen eigenen machen. Achte darauf, dass die Oberfläche des Rahmens absolut flach ist, nur dann ist der Druck erfolgreich
  • Cutter
  • Ein Klammergerät
  • Textilscheren
  • Hammer
  • Malerband
  • Ein Nylon-Tuch oder ein vergleichbares textiles Material (Das ist dein Ersatz für die traditionell verwendete Seide)
  • Tinte oder Farbe
  • Wischer
  • Kleidungsstück oder Papier auf das du drucken möchtest

Lass uns anfangen!

Mach dein eigenes pop-art-foto. Manueller siebdruck

Bildquellen: www.promoteeusa.com; www.kickstarter.com; www.indiamart.com

  • Spanne das Nylon-Tuch (oder etwas Vergleichbares, das du finden konntest) über den Rahmen und befestige es mit dem Klammergerät (Die Klammern sollten ziemlich fest sitzen)
  • Schneide den überschüssigen Stoff mit dem Cutter ab. Achte darauf, dass der Stoff gut gespannt ist und hämmere die Klammern vorsichtig fest
  • Beklebe anschließend die Kanten des Rahmens mit dem Malerband
  • Jetzt musst du eine Schablone deines Designs erstellen. Die einfachste Option ist einseitig klebendes Papier. Du kannst die gewünschten Konturen manuell oder mit einer speziellen Maschine ausschneiden
  • Wenn die Schablone fertig ist, klebe sie auf die flache Seite des Stoffs (die, die auf die andere Oberfläche gepresst werden wird)
  • Beklebe die restliche Stoff-Oberfläche mit dem Malerband, um unnötige Sauereien zu vermeiden. So kannst du dasselbe Tuch mehrmals benutzen. Hinweis: Du musst die Seite des Tuchs einfärben, die komplett leer ist. (Das Klebeband und die Schablone sind auf der anderen Seite). Anschließend presst du den Stoff auf die zu bedruckende Oberfläche. Die Farbe dringt dann durch das Tuch hindurch und durch die offenen Schlitze der Schablone!
  • Presse deine selbstgebaute „Maschine“ gegen die Oberfläche (T-Shirt oder anderer Stoff) und drücke die Farbe mit dem Wischer. Die schwarzen (oder welche Farbe du auch immer gewählt hast) Konturen werden auf der Oberfläche bleiben. Das könnten auch die Konturen deines Gesichts sein.
  • Bemale die leeren Bereiche (Wangen, Augen, Stirn, etc.) mit den von dir gewünschten Farben (verwende das Marylin Diptych als dein Beispiel). Du kannst auch eine umgekehrte Schablone verwenden, bei der die offenen Schlitze die Wangen, Hals und Augen sind. Das kann knifflig, aber sicherlich lohnenswert sein
  • Wasche das Tuch (die Stelle, auf die du Farbe gegeben hast) sofort nach der Prozedur mit warmem Wasser!

Eine kleine Grafik, um es verständlich zu machen! 

Mach dein eigenes pop-art-foto. Manueller siebdruck

Bildquelle: www.bergen.kommune.no

A – Tinte oder Farbe

B – Wischer

C – Schablone

D – Tuch (beklebt mit Malerband)

E – Rahmen

F – Dein Siebdruck-Bild

Das Ergebnis sollte etwa so aussehen:

Mach dein eigenes pop-art-foto. Manueller siebdruck

Bildquelle: artonthewall.wordpress.com

Da ist es. Welche Methode du wählst, liegt ganz bei dir, aber die Ergebnisse sind sicherlich ausstellungswürdig! Wenn das Ganze ein Erfolg ist, scheue dich nicht und mache ein Leinwandbild in Museumsqualität aus deinem Pop-Art-Foto!