Smartophone, iPhone, Panorama, Einstellungen

Smartphone Panorama Fotos erstellen und drucken

Panorama-Fotos sind eine schöne Möglichkeit, Architektur und Landschaften mit dem Smartphone einzufangen. Panorama-Bilder auf Leinwand ausgedruckt eignen sich wunderbar als Deko-Element in der eigenen Wohnung. In den letzten Jahren ist es immer einfacher geworden, solche Schmuckstücke an die Wand zu bringen, dank immer besserer Smartphones und Software.

Wer gerade seine ersten Gehversuche mit Panoramas macht, der sollte verstehen, dass nicht der Prozess der speziellen Fotografie-Technik als Panorama bezeichnet wird, sondern die Bild-Proportionen. Dabei meinen wir nicht einfach das Zusammenfügen mehrerer Bilder, sondern es kann auch ein Bild im 4:3 Format als Panorama-Druck werden. Dabei werden die Proportionen einfach beschnitten. Jetzt zeigen wir euch, worauf ihr bei Panorama-Bildern achten müsst und wie diese am besten gedruckt werden. Vorweg: dieselben Tipps, die wir im Beitrag “7 tolle Tipps für bessere Smartphone-Fotos” gezeigt haben, gelten auch für Panorama-Fotos mit dem Smartphone.

1. Panorama Funktion am Smartphone

Es gibt zwei Möglichkeiten ein Panorama aufzunehmen.

Beim Fotografieren:Pano_Smartphone

Die meisten Smartphones haben eine integrierte Funktion in ihrer Kamera-App. Dafür sucht man in den Kamera-Einstellungen nach “Panorama” oder einem Symbol mit einem Berg. Sind alle Einstellungen getroffen, fährt man mit dem Smartphone und gedrücktem Auslöser einfach entlang der Aussicht. Man sollte, falls nicht anders beschrieben, immer von links nach rechts schwenken. Der gerade Horizont ist freihändig schwierig, aber zu meistern. Mit ein wenig Übung sollte es bei jedem funktionieren.

Einzelbilder zusammensetzen (Stitching):

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Eine andere Variante ist das Stitching aus Einzelbildern. Fotografen mit Spiegelreflex-Kameras bleibt meist nur diese Option, weil es keine Panorama-Auto-Funktion in diesen Kameras gibt. Am Computer wird Photoshop oder spezialisierte Software verwendet. Für das Smartphone gibt es Apps, die diese Aufgabe übernehmen. Wir können die kostenlose Version von DMD Panorama für Android und Panorama 360 Cities für iOS empfehlen.

Welche Variante man letztendlich wählen sollte, kommt auf die Situation an. Bei der ersten Variante gibt man die ganze Kontrolle übers Bild ab und kann nicht eingreifen. Die zweite Variante ist mit mehr Arbeit verbunden, kann aber zu besseren Ergebnissen führen. Hier muss man einfach austesten, was für einen am besten funktioniert. Die meisten werden die automatische Variante wählen.

2. Fehler bei der Aufnahme

Bei der Panorama-Fotografie gibt es einige Fehler, die man machen kann. Da mehrere Bilder zu einem zusammengeführt werden, muss darauf geachtet werden, dass Weißabgleich und Belichtung gleich bleiben. Sonst stellt die Kamera nach jedem Bild die Belichtung auf die neue Situation um und ändert die Hell- und Dunkelwerte. Zusammengefügt bekommt ihr dann ein Bild, das aussieht wie ein Zebra-Muster.

Schaltet den automatischen Weißabgleich aus und legt ihn für eure Szenerie fest. Dadurch erreicht ihr durchgehend gleiche Farben im Bild. Im nächsten Schritt stellt ihr das Smartphone auf die gewünschte Belichtung ein und sperrt die Belichtungs-Automatik, um bei jedem Bild die gleiche Belichtung zu erhalten. In einigen Smartphones nennt es sich AE-Lock oder Auto-Exposure-Lock. Meist wird es durch längeres Drücken auf den Bildschirm ausgelöst, wenn man den Fokus setzt.

Häufig gewählte Motive für ein Panorama sind Landschaften und Architektur. Weite Flächen, Berge, Meer oder Häuserschluchten sind ideal für das Panorama-Format. Sie zeigen die Umgebung und können durch ihre Linien sehr gut die Dynamik im Bild unterstützen. Dabei ist zu beachten, dass man die Unterschiede zwischen den hellen und dunklen Bereichen im Auge behält. Mit der gesperrten Belichtungszeit sollte man das ganze Panorama abfahren, um zu sehen, ob man komplett dunkle oder helle Bereiche bekommt. Sollte es der Fall sein, muss man sich einen neuen Punkt suchen, um die Belichtung durchs Smartphone ermitteln zu lassen. Neuere Smartphones geben einem die Möglichkeit, seine Belichtung manuell einzustellen, was die beste Option ist.

Nahaufnahmen von Blumen, Kindern oder Details sind im Panorama-Format selten vorteilhaft. Auch viel Bewegung, wie z. B. bei Sportaufnahmen, sollte vermieden werden, weil sich die Personen sonst mehrmals im Bild befinden könnten – was natürlich auch ein beabsichtigter Effekt sein kann. Siehe dazu den ersten Tipp in diesem Video.

Um die besten Überlappungen von Bildern zu bekommen, sollte sich das Smartphone um die eigene Achse drehen. Viele halten ihre Smartphones mit ausgesteckten Händen von sich und drehen sich dabei um ihre eigene Körperachse. Profis hingegen benutzen ein Stativ und teure Stativköpfe, um den Sensor so zentriert wie möglich zu halten. Ein guter Mittelweg sollte heute, dank besserer Software, brauchbare Ergebnisse liefern.

Wir empfehlen, bei einem Panorama das Smartphone hochkant zu halten. Man kann sein Panorama in kleineren Schritten machen und hat mehr Kontrolle, was im Bild erscheint. Beim Querformat hat man meist schon nach 2-3 Fotos alles aufgenommen was man wollte, aber zieht das Handy weiter, weil die Software meist mehr Bilder machen möchte.

3. Panorama-Bild vorbereiten zum Leinwanddruck

Ist euer Panorama mit dem Smartphone fotografiert, gibt es nicht mehr viele Optionen, wie ihr das Bild verändern könnt. Länge und Breite können zugeschnitten werden und minimale Farbanpassung wird die JPG-Datei zulassen. Doch erwartet keine Wunder: erst Fotos, die in RAW fotografiert wurden, können auch intensiv am Computer bearbeitet werden. Die meisten Smartphones fotografieren im “sRGB”-Farbraum (Standard RGB). Dieser ist vollkommen ausreichend zum Drucken eines Handybildes. AdobeRGB hat einen größeren Farbumfang und Profis nutzen ihn, um die letzten Farbnuancen herauszuholen. Jedoch wird man durch den kleinen Sensor eines Smartphones dort keine Unterschiede sehen.

Je größer die Druckdatei, umso mehr Druckinformationen kann sie liefern. Deswegen ist es wichtig, die Original-Datei zum Druck hochzuladen. Bilder, die über Facebook oder andere Fotoportale geteilt werden, sind komprimiert und für den Bildschirm optimiert. Sehr viele Informationen, die sonst in der Datei enthalten sind, werden rausgerechnet, um die Dateigröße kleiner zu machen.

Als letzten Schritt muss man sich überlegen, auf welche Oberfläche man drucken möchte. Es empfiehlt sich, Acrylglas oder Alu-Dibond für den Druck zu verwenden. Jedoch ist die Kombination aus Alu und Acryl für Panoramas die qualitativ hochwertigste Option.

Wir hoffen, euch mit diesem Beitrag Lust auf die Panorama-Fotografie gemacht zu haben. Die ersten Gehversuche werden vielleicht ein bisschen wackelig sein, aber ihr werdet sehr bald den Dreh herausbekommen.